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Netzwerk Bewegung

In der Spandauer Neustadt ist wie in vielen anderen Quartieren ein Bewegungsmangel vieler Bewohner, vor allem bei Kindern und Jugendlichen, aber auch vielen Erwachsenen festzustellen. Ergebnisse der aktuellen sowie vergangenen Schuleingangsuntersuchungen zeigen Defizite in der gesundheitlichen und motorischen Entwicklung bei den Kindern in der Neustadt. Bereits im Kindesalter angelegte gesundheitliche Risiken wie Bewegungsmangel können Ursache für langfristige gesundheitliche Schädigungen (Erkrankungen) und psycho-physische Schwächen sein.
Die Erfahrungen aus verschiedenen Projekten haben gezeigt, dass Gesundheits- und Bewegungsförderung im Quartier vor allem dann besonders viele Menschen erreicht und von ihnen angenommen wird, wenn
– sie sowohl räumlich, als auch von den Angeboten her besonders niedrigschwellig und leicht zugänglich ist
– die Menschen dort erreicht werden, wo sie sich auch sonst bewegen und aufhalten: im öffentlichen Raum
– die Aktionen und Angebote die ganz konkreten Bedürfnisse der Bewohner wieder spiegeln
– die Bewohner bei den Aktionen und Angebote mit einbezogen werden

Elemente der Bewegungsförderung sind in vielen einzelnen Bereichen in der Spandauer Neustadt bereits vorhanden. Sie decken aber nicht den tatsächlichen Bedarf. Hier soll das Projekt „Netzwerk Bewegung“ ansetzen und vor allem niedrigschwellige und offene Bewegungsaktivitäten im öffentlichen Raum initiieren und verstetigen. Das Projekt „Netzwerk Bewegung“ wird von Juli 2015 bis Dezember 2017 in der Spandauer Neustadt durchgeführt.
Unser Wunsch ist es, allen BewohnerInnen die Teilnahme an verschiedenen Bewegungsangeboten zu ermöglichen. Geplant sind:
– Bau eines Spiele-Mobils
– Organisation einer Spieleausleihe
– Durchführung von Platzbespielungen
– Sportfest in 2016 und 2017
– Verbindung von Spielplätzen durch Wegegestaltung und Markierungen
– Sportberatung und Sportinformation über bestehende Angebote
– Verstetigung von Aktivitäten zur Bewegungsförderung.

Wir möchten über den gesamten Projektverlauf mit den AnwohnerInnen sowie Einrichtungen im Quartier zusammen arbeiten und freuen uns auf weitere Vorschläge für das Projekt und interessierte Leute, die sich beteiligen wollen.